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Kollegen vor Laptop-Screen arbeiten gemeinsam

17.02.2026 | Blog GenAI in Behörden einführen: sicher, akzeptiert, praxisnah

Mit generativer KI können Verwaltungen Prozesse effizienter gestalten und Fachkräfte entlasten. Für eine erfolgreiche KI-Einführung braucht es sichere Technologie und die Akzeptanz der Teams. Dieser Blog zeigt, welche Themen Mitarbeitende rund um GenAI bewegen und wie Verwaltungen Vertrauen aufbauen und schnell nutzbare Quick Wins schaffen.

Worauf Mitarbeitende bei generativer KI zuerst Antworten brauchen

Bevor generative KI im Behördenalltag wirklich genutzt wird, stellen Mitarbeitende meist dieselben Grundfragen: Bleiben Daten und Zugriffe unter unserer Kontrolle? Kann ich den Ergebnissen trauen – und wer trägt die Verantwortung? Und: Hilft mir das im Alltag oder erzeugt es zusätzliche Arbeit? Diese Fragen entstehen nicht nur bei Cloud-Angeboten, sondern immer dann, wenn ein neues System als „Black Box“ wahrgenommen wird.

Kontrolle über Daten & Zugriffe: Mitarbeitende wollen wissen, welche Informationen sie eingeben dürfen, wo Verarbeitung und Speicherung stattfinden, ob Inhalte für Training genutzt werden und wer administrativ Zugriff hat. Ohne klare Antworten sinkt die Bereitschaft, das Tool überhaupt auszuprobieren.

Verantwortung & Ergebnisqualität: Auch mit KI bleiben Mitarbeitende fachlich und rechtlich verantwortlich. Entsprechend groß ist die Sorge vor Halluzinationen, ungenauen oder veralteten Aussagen – und vor dem Risiko, Fehler unbemerkt zu übernehmen.

Handlungssicherheit im Regelwerk: Viele zögern weniger aus Ablehnung, sondern aus Angst, aus Versehen gegen Datenschutz-, Geheimschutz- oder interne Vorgaben zu verstoßen. Fehlen einfache Leitplanken, wird GenAI zur Unsicherheitsquelle statt zur Entlastung.

Rolle und Arbeitsplatz: Wo Automatisierung möglich wird, tauchen Fragen nach Aufgabenverschiebungen, Qualifizierung und Perspektiven auf. Wichtig ist eine klare Botschaft: GenAI unterstützt – und schafft Raum für wertschöpfendere Tätigkeiten.

Alltagstauglichkeit: Wenn Nutzung mit Medienbrüchen, aufwändiger Vorarbeit oder zusätzlicher Dokumentation verbunden ist, verpufft der Nutzen schnell. Akzeptanz entsteht dort, wo GenAI nahtlos in Prozesse passt und schnelle, sichtbare Erleichterungen bringt.

Diese Punkte ernst zu nehmen, ist der Ausgangspunkt für eine erfolgreiche Einführung. Im nächsten Kapitel geht es darum, wie Behörden Vertrauen und Motivation konkret aufbauen – technisch, organisatorisch und kommunikativ.

Wie Behörden Mitarbeitende für GenAI motivieren und Vertrauen schaffen

1. Souveräne KI implementieren

Wenn generative KI vollständig in der eigenen IT-Umgebung, ohne Datenabfluss, betrieben wird, verändert sich die Wahrnehmung der Mitarbeitenden und die Nutzungs-Hemmschwelle sinkt deutlich. On-Premises-Lösungen, die im eigenen Rechenzentrum betrieben werden, und souveräne KI-Modelle schaffen Vertrauen – bei Mitarbeitenden, Datenschutzbeauftragten und Personalrat.

2. Einfache Sprache statt IT-Fachbegriffe

Anstelle komplizierter IT-Begriffe sollten den Nutzenden einfache Antworten und praktische Beispiele gegeben werden – das erhöht die Nutzungsbereitschaft. Projektziele müssen klar kommuniziert werden – fortwährender Dialog sichert die Akzeptanz. Mitarbeitende wollen verstehen:

  • Welche Daten darf ich eingeben?
  • Wie sicher ist das System?
  • Was passiert mit meinen Eingaben?

3. Schulungen, die Handlungssicherheit geben

Diese Informationen lassen sich in Schulungen vermitteln - einer der wirksamsten Hebel für Akzeptanz. Erfolgreich sind Formate, die zwei Ebenen verbinden: 

  • rechtliche und organisatorische Leitplanken sowie
  • praktische Anwendungstrainings mit echten Fällen der Fachabteilung

Entscheidend ist dabei die Vermittlung von Sicherheit. Der einfache Satz „Sie können nichts kaputtmachen“ nimmt vielen die Hemmung vor dem ersten Schritt.

4. Führungskräfte als Vorbilder

Wenn Führungskräfte GenAI selbst nutzen und offen darüber sprechen, wirkt das stärker als jede offizielle Kommunikation. Vorbilder signalisieren: Die Nutzung ist erwünscht, legitim und Teil des Arbeitsalltags.

5. Multiplikatoren nutzen

Es gibt immer affine Power User im Team, die Kolleginnen und Kollegen beim Einstieg unterstützen können. Das senkt deren Hemmschwelle, Fragen zu stellen und schafft Akzeptanz auf Augenhöhe.

6. Quick Wins sichtbar machen

Abstrakte Nutzenversprechen überzeugen selten, konkrete Erfolge hingegen schon – beispielsweise „20 Minuten Zeitersparnis pro Vorgang“, „bessere Textqualität“ oder „schnellere Recherche“. Wenn Mitarbeitende konkrete Vorteile im Arbeitsalltag sehen, werden auch Skeptiker neugierig auf neue Tools.

Das können Pilotprojekte für generative KI im öffentlichen Sektor sein

Besonders geeignet für Pilotprojekte sind klar abgegrenzte Anwendungsfälle, z.B.:

  • Erstellung und Überarbeitung von Bescheiden, E-Mails, Stellungnahmen
  • Interne Wissensrecherche über Akten, Dokumente und Fachsysteme
  • Zusammenfassungen komplexer Texte oder Gesetzesgrundlagen
  • KI-gestützte Antragsbearbeitung
  • Bürgerservice-Chatbot  

Wichtig ist ein überschaubarer Rahmen, in dem ausprobiert, gelernt und angepasst werden darf. Es ist sinnvoll klein zu starten - in einem klar definierten Pilotbereich mit souveräner datenschutzkonformer generativer KI – und zu skalieren, wenn Mitarbeitende sich sicher fühlen und die Behörde einen klaren Nutzen erzielt.

Fazit: Akzeptanz entsteht durch souveräne KI und gute Kommunikation

Die Einführung von Generativer KI braucht zusätzlich zu einer sicheren Technologie auch transparente Kommunikation und eine Kultur, die Neugier und eine offene Fehlerkultur statt Sorge fördert. Entscheidend ist, dass Mitarbeitende früh erleben, wie GenAI ihren Arbeitsalltag tatsächlich verbessert. Behörden, die eventuelle Sorgen ernst nehmen, Vertrauen aufbauen und praxisnahe Use Cases Schritt für Schritt einführen, schaffen optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen und nachhaltigen Rollout.

IntraFind als Partner für vertrauensvolle generative KI

IntraFind bietet KI-gestützte Enterprise Search Software und Generative KI ohne Datenabfluss On-Premises in der Behörden-eigenen kontrollierbaren IT-Umgebung: Die KI-Suchsoftware iFinder findet schnell Informationen in angebundenen strukturierten und unstrukturierten Datenquellen, stets unter Berücksichtigung von Zugriffsrechten. Der iAssistant liefert darauf basierend präzise, kontextbezogene Antworten und Zusammenfassungen ausschließlich aus organisationseigenen Daten. Mit dem iHub lassen sich weitere gängige Anwendungsfälle von generativer KI, wie Übersetzungen, Texterstellungen etc. innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur von Verwaltungen in Bund, Ländern und Kommunen umsetzen -– unter Einhaltung aller Sicherheits- und Compliance-Richtlinien.

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Der Autor

Franz Kögl
Vorstand
Franz Kögl gründete im Jahr 2000 zusammen mit Bernhard Messer die IntraFind Software AG. Gemeinsam entwickelten sie das Unternehmen zu einem etablierten Softwarehersteller für Enterprise Search. Er hält regelmäßig Vorträge und verfasst Fachartikel zu Themen wie Künstlicher Intelligenz, Machine Learning oder Cognitive Search.
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Autor Franz Kögl IntraFind